MY Dominator / Best of Sudan / 20.-27. Mai 2019

Gruppentour Best of Sudan / MY Dominator / 19. – 28. Mai 2019

Vom 19. Mai bis 28. Mai 2019 fahren wir gemeinsam in den Sudan um dort die besten Tauchplätze aus Nord- und Südtour zu betauchen. Erlebe gemeinsam mit uns Haie, Barakuda-Schwärme, Wracks und natürlich das Unterwasserdorf von Jacque Cousteau.

Preis: ab € 2.040,- pro Person inkl. Flug

im Preis inkl.:

  • Flug mit Emirates ab vielen deutschen Flughäfen oder Zürich inkl. 30 kg Gepäck
  • 7 Nächte Vollpension in 1/2 Doppelkabine
  • Kaffee, Tee, Softdrinks
  • 3-4 Tauchgänge pro Tag (außer An- und Abreisetag)
  • 12-l Flasche, Blei, Guide
  • Transfer
  • Dieselzuschlag
  • ENOS

zusätzliche Gebühren:

  • Visum 60 €
  • Steuern, Tauchgenehmigung, Visaregistrierung 187 €
  • Trinkgelder
  • alkoholische Getränke

für weitere Infos oder Anfragen einfach eine Mail senden

MY Dominator, Sudan
Dominator Aussenansichten
Dominator Innenansichten

Technische Daten…

• Baujahr: 2007
• Erneuert : März 2015
• Länge: 36 m
• Breite: 8,5 m
• Maschine: 2 x 750 PS Daewoo
• Generator: 2 x 80 KW, 220 V/ 24h
• Kompressor: 2 x Bauer 240l/min, Coltri Sub265I/min.
• Nitrox-Membran-Anlage, Nitrox kostenlos
• 12-Liter-Alu-Flaschen (15-Liter Flaschen auf Bestellung, Alu oder Stahl Flaschen)
• 8 Doppelkabinen im Unterdeck mit je eigenem Badezimmer, individuell einstellbarer Klimaanlage, Sound System und Minibar
• 1 Doppelkabine auf dem Oberdeck mit je eigenem Badezimmer, individuell einstellbarer Klimaanlage, Sound System und Minibar
• 3 Suiten mit King-Size-Betten auf dem Oberdeck mit je eigenem Badezimmer, individuell einstellbarer Klimaanlage, Sound System und Minibar.
• 2 separate Bäder auf dem Tauchdeck mit WC + Dusche
• 1 klimatisierter Salon mit TV, Musik, DVD und Bar
• 1 klimatisiertes Esszimmer
• 1 geräumiges Sonnendeck ausgestattet mit Teak-Holz,Sonnensegel und Shisha-Corner
• 1 grosses Sonnenoberdeck ausgestattet mit Sonnenliegen
• 1 grosses Tauchdeck ausgestattet mit Teak-Holz
• 18 Tonnen Diesel / 16 Tonnen Frischwasser
• 2 Frischwasseraufbereitungsanlagen à 3500 l/Tag
• GPS, Radar, Echolot, VHF Funkgerät, Satelliten-Telefon
• Elektronisches Notruf und Ortungssystem ENOS
• WiFi an Bord kostenlos
• 2 hochseetaugliche Rettungsinseln für 20 Personen, Rettungs-westen, Feuerlöscher und Rauchmelder, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Sauerstoff …
• 2 Zodiaks mit 25 PS und 40 PS-Yahama-Aussenborder
• Tauchausrüstung im Verleih auf Anfrage

MY Seawolf-Dominator ist ein 36 m langes und 8,5 m breites Holzschiff und wurde im Jahre 2007 speziell für Tauchsafaris gebaut und im August 2011 erneuert. Das Boot verfügt über 9 Doppelkabinen und 3 Suiten mit je eigenem Badezimmer, Minibar, Sound System und individuell einstellbarer Klimaanlage und bietet Platz für 24 Taucher. Der klimatisierte Salon, der klimatisierte Essbereich und die Sonnendecks, ausgestattet mit Liegen bieten ausreichend Raum zum Relaxen und zur Unterhaltung mit DVD und Musik.

Das Boot ist ausgestattet mit zwei 750 PS-starken Daewoo-Motoren.
Zwei Kompressoren der Firma Bauer füllen die Tauchflaschen.
Die 2 Stromerzeuger mit je 80 KW produzieren 220 und 12 V und liefern Strom, um Akkus für Lampen oder UW-Kameras zu laden. Adapter werden nicht benötigt.

Die Zodiaks mit 25PS und 40PS Aussenbordern ermöglichen den Tauchern faszinierende Drifttauchgänge.

MY Seawolf-Dominator fährt die Nord-, Safaga-, Süd- und Deep South/St. John’s-Route sowie Brother Islands-, Brother Islands-Elphinstone- , Nord-/Brother Islands-Route, Marine Park-Tour Nord und Süd als auch „The Red Sea Highlight-Tour” über 2 Wochen.

MY Seawolf-Dominator ist zu buchen für Einzelpersonen, Gruppen oder auch als Vollcharter und neu jetzt auch als Halbcharter.

Mögliche Stationen Best of Sudan

Sanganeb Süd Skizze 1 K

Sanganeb Nord Skizze K

Sanganeb Süd Skizze 5

Sanganeb Nord Skizze 5

Sanganeb north TG 1

Sanganeb south TG K

Dieses Riff gehört zu den herausragenden Tauchplätzen im Sudan. Es weist einen atemberaubenden Artenreichtum an Unterwasserfauna- und -flora auf.

Das Sanganeb Riff erhebt sich aus einer Tiefe von über 800 Metern steil vom Meeresgrund. Seit 1990 bildet es ein 12 Quadratkilometer grosses Naturschutzgebiet. Schon von Weitem ist der auf dem Südrand stehende, 50 Meter hohe Leuchtturm zu sehen. Er wurde zwischen 1956 und 1964 als Ersatz für den Alten errichtet. Der Besucher sollte sich nicht scheuen, die 268 Stufen emporzusteigen. Von der Spitze hat man einen fantastischen Überblick über das gesamte Riff. Das im Dezember 1998 erneuerte Leuchtfeuer wird mit Strom aus Solarzellen betrieben. Die vier Wärter des Leuchtturms freuen sich über jeden Gast. Denn ausser dem Schiff, das die Versorgungsgüter und die Ablösung bringt, gibt es während ihrer vierzehntägigen Schicht nur wenig Abwechslung.

Am Südende ist das Riffdach sehr flach und mit vielen kleinen Korallenblöcken überzogen. Zwischen diesen halten sich Doktorfische und vereinzelt auch Blaupunktrochen auf. Die Zufahrt zur Südlagune erfolgt über die grosse Nordlagune und ist so eng, dass grosse Safarischiffe sie nicht passieren können. Die am Rand sehr flache Südlagune wird zur Mitte hin 12 Meter tief. In ihr kann zwar getaucht werden, zu sehen gibt es jedoch nur wenig. Die Nord-Lagune, mit ihren 48 Metern, ist von einem schmalen Riffband umsäumt.

Die Hauptattraktionen liegen allerdings eindeutig an der Aussenseite des Sanganeb Riffs. Vor allem das Südwestplateau lässt kaum Wünsche offen. Es bietet eine üppig bewachsene, mit zahllosen Rifftieren belebte Unterwasserlandschaft. Aufgrund der exponierten Lage herrscht zeitweise stärkere Strömung.

 

Die Südseite mit dem Südwestplateau

Die mit Abstand meisten Tauchgänge werden auf dem Südwestplateau durchgeführt. Das Unterwasserleben entfaltet hier eine atemberaubende Pracht.

Die Südseite bildet bis in 10 Meter Tiefe eine senkrechte Riffwand und geht darunter in einen Schräghang über. Im Bereich von 35 Metern knickt der Hang lotrecht ab. Der obere Bereich ist zerklüftet und bildet zahlreiche kleine Höhlen und Spalten. Über Wäldern von Lederkorallen begegnet man Kurzstachel-Igelfischen. In ungefähr 50 Meter Tiefe schmiegt sich eine kleine sandige Stufe an das Riff, bevor die Wand darunter wieder senkrecht im tiefen Blau entschwindet.

Das Südwestplateau schliesst sich in Richtung Westen an. Auf seinem Ansatz, in einer Tiefe von 10 bis 15 Metern, stehen grosse Tischkorallen. Vom Grund erheben sich zahlreiche Peitschenkorallen, die zum Teil ganze Wälder bilden. Bei einer solchen Artenfülle fällt die Entscheidung schwer, in welche Richtung der Tauchgang fortgesetzt werden soll. Zum einen lockt das pulsierende Leben auf dem Plateau, andererseits können im Bereich der Kante, wie auch schon an der gesamten Aussenwand des Riffes, Graue Riffhaie, Schwarzspitzen- und Hammerhaie angetroffen werden. Mit etwas Glück können Meeresschildkröten oder vorbeiziehende Mantas erblickt werden.

Die Aussenkante des Plateaus beginnt an ihrem Ansatz bei 10 Metern und sinkt bis auf etwa 33 Meter am äussersten Südwestzipfel ab. An ihr verläuft die stark zerklüftete Aussenwand fast senkrecht und bildet Überhänge aus. Auf dem Plateau entfaltet sich die gesamte Pracht des Roten Meeres. Eine Anzahl von kleinen Korallensäulen, die zum Teil wunderschön mit lilafarbenen Weichkorallen besetzt sind, lädt zum Betrachten und Fotografieren ein. Ein grosser standorttreuer Schwarm von Barakudas zieht seine Kreise. Er ist so zutraulich, dass ein vorsichtiger Taucher bis auf Armlänge an einzelne Tiere heranschwimmen kann. Auch ein riesiger Schwarm von Stachelmakrelen ist häufig anzutreffen. Juwelen-Fahnenbarsche kommen in diesem Korallengarten in einer grenzenlos erscheinenden Anzahl vor. Auf dem Grund siedeln eine Vielzahl von Schwämmen, Lederkorallen, Gorgonien und Feuerkorallen. Am Fuss der oberen Riffwand zieht sich über das Plateau ein Sandstreifen entlang, auf dem grosse grüne Riesendrückerfische ihre Gelege in den Sand gegraben haben. Dort ist Vorsicht geboten, da sie ihre Nester aggressiv verteidigen. Die Riffwand über dem Plateauansatz ist bis 10 Meter so stark zerklüftet, dass sich Canyons gebildet haben. Sie sind bequem zu betauchen.

 

Nordplateau

Direkt an die Nordspitze schliesst sich ein langgestrecktes Plateau an. Es wird kaum betaucht, weil der Höhepunkt am Sanganeb Riff das Südwestplateau ist. Es können jedoch auch am Nordende erlebnisreiche Tauchgänge durchgeführt werden.

Der Ansatz des Plateaus beginnt in einer Tiefe von 4 Metern. Aufgrund des Wellenganges und der häufig auftretenden stärkeren Strömung ist es nur selten zum Tauchen geeignet. Von seiner Aussenkante kann man jedoch wunderschön die vielen kleinen Rifffische beobachten, die im Spiel der Wellen umherschwimmen.

Unterhalb der ersten Stufe schliesst sich ein sehr schön mit Weich- und Steinkorallen bewachsener Schräghang an. Er mündet in 25 Metern Tiefe in einen Kanal. Die häufig starke Strömung macht ein Gegenanschwimmen unmöglich.

In nördlicher Richtung steigt das Plateau zunächst wieder bis auf 20 Meter an, um anschliessend in einen Steilabfall überzugehen. Entlang der Aussenseite ziehen Schwärme von Stachelmakrelen, Füsilieren und Kupfer-Schnappern vorbei. Unter ihnen wiegen sich Weichkorallen in der Strömung.

Ab 40 Meter Tiefe beginnt eine weitere Plateaustufe, die sich kontinuierlich bis auf eine Tiefe jenseits von 60 Metern absenkt, um darunter steil abzufallen. Im Bereich dieser Stufe bestehen gute Chancen, Graue Riffhaie und Hammerhaie zu erblicken. Der Schräghang bietet einen prachtvollen Anblick. Er ist mit zahlreichen Weichkorallen bewachsen und Fächerkorallen strecken ihre Körper in das freie Wasser.

Im flacheren Bereich kann man einem Barakudaschwarm oder grossen Gruppen von Doppelflecken-Schnappern begegnen.

 

Originalbilder vom Sanganeb Riff

Hindi Gidir Skizze1 K

Hindi Gidir Skizze K

Auf halber Höhe zwischen Port Sudan und Sawakin, ungefähr 35 Seemeilen vor der Festlandküste, liegt Hindi Gider. Es bildet die nordwestliche Begrenzung der nördlichen Sawakin-Gruppe. Die sandige Insel ist in der Mitte grün bewachsen.

Schon von Weitem ist sie an ihrem unbemannten Leuchtturm zu erkennen. Er besteht aus einer 27 Meter hohen Stahlkonstruktion. Sein Lichtkegel ist nachts bis zu 10 Seemeilen sichtbar. Sein Leuchtfeuer soll Schiffe auf ihrem Weg von und nach Port Sudan vor den vielen Untiefen dieser Region warnen.

Steil ragt die längliche Insel aus dem über 400 Meter tiefen Meeresgrund empor. Die Aussenseiten fallen teilweise lotrecht in die Tiefe ab. Steilwandtaucher kommen voll auf ihre Kosten und können verschiedene pelagische Grossfische beobachten. Hindi Gider wird, wie auch seine Nachbarinseln, zum Beispiel Seil’Ada Kebir, von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Begegnungen mit diesen fantastischen Meeresbewohnern sind in diesem Gebiet daher häufig.

 

Nordseite

Steil und in kleinen Abstufungen fällt die Riffwand in das tiefe Blau ab. In 40 Meter schmiegt sich ein kleines Schelf dicht an den Steilabfall. Schon wenige Meter vom Riff entfernt, erreicht der Grund Tiefen von über 90 Metern.

Der Drop-off ist wunderschön mit Stein- und Weichkorallen bewachsen. Riesige Fächer-Gorgonien stehen in der Strömung, um Plankton aus dem Wasser zu filtern. Kleine Federsterne haben sich auf ihnen einen Sitzplatz gesucht.

Im flacheren Bereich gibt es eine äusserst artenreiche Unterwasser-Fauna. Schwärme von Juwelen-Fahnenbarschen und Falterfischen stehen an der Wand. In vielen kleinen Spalten kann man Putzerstationen mit ihren zahlreichen Besuchern entdecken. Begegnungen mit Weissspitzen-Riffhaien, Schwarzspitzen-Riffhaien und Hammerhaien sind keine Seltenheit.

 

Die Ostseite

Die Riffwand ist vor allem auf den ersten Metern stark zerklüftet und bildet viele kleine Höhlen und Spalten. Zahlreiche Schwarzfleck-Schnapper und verschiedene Falterfische schwimmen zwischen den Korallen umher.

Südlich des Leuchtturms hat sich ein Weichkorallengarten entwickelt. Er ist in seiner Farben- und Formenpracht einzigartig. Verschiedene Arten der Stacheligen Prachtkoralle wachsen dicht nebeneinander und hängen teilweise in bizarren Formen von Überhänge herab. Unterwasserfotografen finden zahllose interessante Motive. Die gesamte Wand ist überzogen mit einem prachtvollen Teppich von Weich- und Lederkorallen.

Trotz dieser faszinierenden Vielfalt sollte nicht versäumt werden, den Blick in das Freiwasser zu wenden, denn dort kann man am gesamten Drop-off sowohl pelagische Schwarmfische, wie Thunfische, aber auch Einzelgänger wie Silberspitzen-Haie entdecken.

Protector Skizze K

Protector Reef Skizze K

Von Hindi Gider 10 Seemeilen in südöstlicher Richtung entfernt liegt dieses ungefähr 1 Seemeile lange Riff. Auf der Nordspitze stehen die Überreste eines unbekannten Wracks. Die Aussenwände fallen steil in grosse Tiefen ab und erreichen rasch den über 550 Meter tiefen Meeresgrund. Wie an fast allen Riffen in dieser Region findet sich an der Nord- und an der Südspitze ein Plateau. Sie sind mit zahlreichen Korallen bewachsen. Eine Vielzahl kleiner und grosser Meeresbewohner bevölkern das Riff. Die häufig auftretende stärkere Strömung ermöglicht Drift-Tauchgänge. Sie lockt aber auch Hochseehaie an.

 

Nordplateau

Die Riffwand fällt bis in 15 Meter senkrecht ab. Sie ist mit Spalten und kleinen Höhlen durchsetzt, die zahlreiche Riffbewohner beherbergen. Es schliesst sich ein seicht abfallendes Plateau an, auf dem verstreut einige Wrackteile eines unbekannten Schiffes liegen. Der Grund ist mit farbenprächtigen Weichkorallen bewachsen. Über Peitschenkorallen ziehen Schwärme von Barakudas ihre Bahnen. An der Außenseite fällt das Plateau steil ins tiefe Blau ab. Bemerkenswert grosse Fächerorgonien wachsen an der Wand und bieten Unterwasserfotografen attraktive Motive. Häufig begegnet man Weissspitzen- und Grauen Riffhaien.

 

Südplateau

Sein stufenartiger Aufbau kennzeichnet das Südplateau. Die erste Stufe liegt in 3 bis 5 Meter. Zahllose kleine Riffbewohner bevölkern den lichtdurchfluteten Flachwasserbereich. Zu ihnen zählen Gelbbraune Kofferfische, Gelbklingen-Nasendoktorfische und verschiedene Grundelarten. In 13 und 20 Meter gibt es weitere Stufen. Diese sind mit zahlreichen kleinen Korallenblöcken besetzt. Steinkorallen, zwischen denen Peitschenkorallen emporrgen, dominieren den Grund. Über sie schwimmen Schwärme von Stachelmakrelen. Vereinzelt können Weissspitzenriffhaie angetroffen werden. An dem ungefähr 300 Meter langen Plateau muss, wie auch auf der Nordseite, mit stärkerer Strömung gerechnet werden.

 

Originalbilder vom Protector Reef

 

 

Barra Musa Kebir Skizze 1 K

Barra Musa Kebir Skizze 2 K

Die rundliche Insel liegt 60 Seemeilen von Port Sudan am Südostrand der nördlichen Suakin-Gruppe.

Barra Musa Kebir ist in der Mitte mit grünem Buschwerk bewachsen. Den Strand nutzen Meeresschildkröten zur Eiablage.

An der Südseite schliesst sich ein äusserst reizvolles Plateau an. Auf der West- und Ostseite befinden sich Drop-offs, die jeden Steilwandtaucher begeistern.

Von wunderbaren Weichkorallen bis zu pelagischen Grossfischen ist alles vertreten. Der Taucher kann auf farbenfrohe Prachtkorallen, verschiedene Schwarmfische, Meeresschildkröten, verschiedene Hai-Arten und manchmal auch auf Mantas treffen.

 

Nordseite

Die Riffwand ist zerklüftet und fällt auf den ersten 10 bis 15 senkrecht ab. Rotfeuerfische warten in den Riffspalten oder unter Vorsprüngen auf die Nacht, um auf Beutefang zu gehen. Kleine Langnasen-Büschelbarsche verstecken sich im Geäst von Fächer-Gorgonien. Unterhalb der Wand beginnt ein zweistufiger Schräghang, der mit Korallenköpfen überzogen ist. Es fallen die zahlreichen Weichkorallen auf, die den Hang bevölkern.

Ab 55 Meter Tiefe fällt die Riffwand nahezu lotrecht ins tiefe Blau des Freiwassers ab. Wie auch an den übrigen Seiten können verschiedene Haiarten angetroffen werden.

 

Südplateau

Von der Wasseroberfläche bis zum Ansatz des Plateaus fällt die Riffwand fast senkrecht ab. Sie bildet zahlreiche Spalten und kleine Höhlen, die von verschiedenen Meeresbewohnern bevölkert sind.

Das Plateau neigt sich von 23 Meter Tiefe seicht abwärts. Es ist mit kleinen Korallenköpfen besetzt, die mit Weichkorallen überzogen sind. Von Diadem-Seeigeln und Haarsternen über Nasendoktorfische bis zu Riesen-Muränen kann auf kleinstem Raum viel Interessantes beobachtet werden. Mit etwas Glück kann man einen auf der Lauer liegenden Steinfisch entdecken.

An der Kante, in 26 Meter Tiefe, erreicht der Besucher einen nahezu lotrechten Steilabfall, der stellenweise grosse Höhlen ausbildet. Vor allem an der Südspitze werden Grossfische angetroffen.

Sowohl Schwärme von Thunfischen und grossen Barakudas als auch einzelne Grau- und Hammerhaie gehören zu den Gästen. Im flacheren Bereich schwimmen häufig Meeresschildkröten. Je nach Jahreszeit, ziehen auch Mantas am Riff vorüber.

 

Originalbilder Barra Musa Kebir

 

 

Shaab Ambar Skizze K

Shaab Ambar South TG

Shaab Ambar Skizze 1 K

Das Ambar Riff ist ein großes hufeisenförmiges Riff rund um eine Lagune.

Es ist ein massives Riffsystem, das sich über 5 km erstreckt, mit einer Lagune in der Mitte, die sich für Nachttauchgänge und Übernachtungen anbietet.

Am südöstlichen Ende befindet sich ein sehr schönes Plateau, auf dessen Sandflächen bei mässiger Strömung Doktorfische, jagende Barakudas, grosse Thunfische, Sandaale und kleine Weissspitzen-Riffhaie zu finden sind.

Am drop off kann man, wenn die Strömung es erlaubt, Schulen von Hammerhaien und graue Riffhaie sehen.

 

Originalbilder Shaab Ambar

 

Pinnacle Skizze K

Pinnacle Skizze 1 K

 

 

Pinnacle sieht aus wie ein großer Turm und ragt aus der Tiefe bis auf ca. 5 – 6 Meter unter die Wasseroberfläche. Es ist ein sehr kleines Riff, nur wenig grösser als das Habili Jaffar Riff bei St. John`s.

Das Riff ist mit rosa farbenen, gelben und roten Weichkorallen eingefärbt. Der ganze Korallenblock ist voll von maritinem Leben, wo man auch hinschaut. Während des Sicherheits-Stopps kann man im 5 – 6 m Bereich ein paar Anemonenstöcke bewundern.

Goldbandfüseliere ziehen Räuber wie z. B. Thunfische an und aufgrund der meist starken Strömung ist dieser Platz ist ein Treffpunkt für Hammerhaie, Weissspitzen-Riffhaie und Grauhaie.

Logan Reef TG

Logan reef Skizze

An der Nordseite des Logan Riffs befindet sich in 30 Metern ein sandiges Plateau, das an seiner Aussenkante von einem Korallengürtel umgeben ist der bis zur Oberfläche reicht.

Bei einem Abstecher ins Blauwasser kann man auf einzelne Exemplare oder sogar Schulen von Hammerhaien und grauen Riffhaien treffen. Nach der Rückkehr zum Plateau setzt man den Tauchgang mit dem Riff auf der rechten Seite fort.

Wir sind jetzt auf dem östlichen Kamm des Riffs, wo wir durch Wolken von Fischen schwimmen, denen unsere Präsenz absolut gleichgültig ist. Auf dem Grund in einer Tiefe von 45 Metern liegt eine Reihe von kleinen Plateaus, die mit Weichkorallen und Gorgonien reich bewachsen sind. Auch hier findet man verschiedenen Arten von Riff-Fischen und Schulen mit grossen Büffelkopf-Papageienfischen, die an Korallen herumknabbern.

Die Riffwand fällt steil ins Blau ab.

Entferung zur Küste: 42 Meilen
Tiefe: 15-45 m
Beste Tauchzeit: morgens und mittags
Strömung: Mittel
Sicht: Gut
Grosse Fische: Graue Riffhaie, Barrakudas, Makrelen, Büffelkopf-Papageienfische
Keine Nacht-Tauchgänge möglich
Schnorcheln möglich am Ankerplatz

 

Originalbilder vom Logan Riff

 

Keary Reef Nord

Entfernung zur Küste: 38 Meilen
Strömung: mittel
Sicht : Gut bis sehr gut
Schwierigkeit: Mittel
Sehenswertes: Korallen, Höhlen, Steinkorallen, Gorgonien
Pelagische Fische: Barrakudas, Makrelen, Schildkröten
Tiefe: 10 – 45 Meter
Nachttauchgänge: Nein
Beste Tauchzeit: Nachmittag
Schnorcheln: ja

 

Überblick:

Das Keary Riff liegt auf halbem Weg zwischen Logan Riff und Shaab Ambar.

 

Tauchplan

Beim Abtauchen auf der nördlichen Seite des Riffs trifft man direkt auf eine unendliche Anzahl von Peitschenkorallen und Fächergorgonien. In 20 Metern findet man eine Reihe von Korallenblöcken, die bis in eine Tiefe von 60 Metern reichen.

 

Shaab Jumna Skizze K

Shaab Jumna Skizze 1 K

Nach Verlassen des Hafens von Port Sudan in süd-östlicher Richtung, erreicht man nach 30 Meilen Jumna, das nördlichste Riff des Suakin Archipels.

Dieser Korallenturm fällt steil in die Tiefe abDie grösste im Sudanesichen Meer bekannte Schule von Bogenstirn – Hammerhaien versammelt sich hier. Man begegnet auch oft grauen Riffhaiensowie Silberspitzenhaien.

Auf der östlichen Seite, in einer Tiefe von 30 Metern, befindet sich eine grosse Höhle in der sich Weissspitzen-Haie oft ausruhen.

Während des Aufstieges an der Wand bekommt man eine grosse Anzahl an Hohlräumen zu sehen, die speziell Fotografen einen spektakulären Blick auf diesen Lebensraum bieten.

 

Originalbilder vom Jumna Riff

 

Wingate Reef Skizze K

Wingate Umbria Bild K

Wingate Umbria Skizze 5

In der Hafeneinfahrt von Port Sudan liegt das Wingate Reef.

Bekannt geworden ist es durch Hans Hass, der 1948 an der dort auf Grund liegenden „Umbria” tauchte. Auf Grund des nahen Hafens sind die Sichtverhältnisse an diesem Riff häufig schlecht.

Weil auch der Artenreichtum an Unterwasserfauna- und -flora nicht überragend ist, wird ausser an der „Umbria” am Wingate Reef nur selten getaucht.

Wunderschön und sehr empfehlenswert sind die Nachttauchgänge an der Umbria.

 

Umbria

Ort: Wingate Reef
Maximale Tiefe: 38 Meter
Minimale Tiefe: 5 Meter
Strömungen:
Sicht: Aufgrund der sedimentreichen Umgebung zumeist nur mäßig
Schwierigkeiten: Keine
Stapellauf: 30.12.1911
Bauwerft: Reiherstiegswerft, Hamburg
Bau-Nummer: 444 Flagge
italienisch Reederei: Lloyd Tristino
Italien Länge über alles: 155 Meter
Breite: 18 Meter
Seitenhöhe: unbekannt
Tiefgang: 5,83 Meter
Tragfähigkeit: 6.219 Tonnen
Vermessung: 10.076 BRT
Antrieb: 2 x 6 Zylinder Dampfmaschine (Reiherstieg-Maschinen-bau)
Leistung: 4.300 PS
Geschwindigkeit: 12,5 Knoten
Kapitän: Lorenzo Muiesan
Besatzung: 81
Passagiere: 77
Verluste: keine
Ladung: Kriegsmaterial, Bomben, Autos, Flugzeugteile, Zementsäcke
Letzte Fahrt: Von Neapel über Messina nach Aden und Kalkutta
Gesunken: 9.6.1940
Ursache: Selbstversenkung

Im Mai 1940 wütet der 2. Weltkrieg in Europa. Trotz des Balkankonfliktes ist es bis zu diesem Zeitpunkt noch zu keiner offenen Auseinandersetzung zwischen dem faschistischen Italien und der britischen Krone gekommen.

Zur Versorgung italienischer Truppen in Aden wird die „Umbria” Ende Mai 1940 in Genua, Livorno und Neapel mit diversem Kriegsmaterial beladen. Das 1935 vom Passagierdampfer zum Material- und Truppentransporter umgebaute Schiff wurde bereits zuvor für solche Fahrten verwendet.

In den 5 Laderäumen werden über 360.000 Bomben sowie 60 Kisten mit Brandbomben und anderen Sprengmitteln verstaut.
Weiterhin Autos, Flugzeugteile sowie Zementsäcke und andere Baumaterialien.

Ihre Route führt die „Umbria” über Messina in Sizilien nach Port Said, von wo aus sie durch den Suezkanal und das Rote Meer nach Ostafrika fahren soll.

Nach dem Einlaufen in Port Said am 3. Juni bunkert sie noch einmal 1000 Tonnen Kohle und 130 Tonnen Wasser. Hier gehen 23 britische Navy-Soldaten sowie 2 Lotsen an Bord. In Anbetracht des bevorstehenden Kriegseintritts zwischen Italien und England wird die Kanalpassage bewusst verzögert. So verlässt die „Umbria” mit ihrer brisanten Fracht erst 3 Tage später Suez.

Von nun an verfolgt sie das Kanonenboot „Grimsby”. Es stoppt den Frachter in Höhe von Port Sudan mit der Begründung, sie befinde sich in britischen Hoheitsgewässern. Daraufhin geht die „Umbria” am 9. Juni am Wingate Riff vor Anker.

Unter dem Vorwand das Schiff nach Schmuggelware durchsuchen zu wollen, werden unter der Führung von Leutnant Steves 22 Soldaten vom neuseeländischen Kreuzer „Leander” an Bord gebracht.

Sie besetzen sofort die strategisch wichtigen Punkte und beginnen eine zeitraubende Durchsuchung.

Am Nachmittag erfährt Kapitän Muiesan in seiner Kajüte über Funk, dass Italien um 19.00 Uhr den Kriegszustand ausrufen wird und mit den ersten Kriegshandlungen ab 0.00 Uhr des kommenden Tages zu rechnen ist.
Muiesan ist klar, dass er keine Zeit mehr verlieren darf, damit die strategisch bedeutsame Ladung nicht in feindliche Hände fällt. Zusammen mit dem ersten Offizier Radolfo Zarli und dem Bordingenieur Carlo Costa plant er die Versenkung.

Schwierigkeiten bereitet ihnen hierbei die unauffällige Evakuierung der Besatzung.
Schliesslich schlägt Muiesan Leutnant Steves vor, eine Rettungsübung durchzuführen, die dieser in der Hoffnung, die „Umbria” noch weiter festhalten zu können, genehmigt. Während die Italiener mit der Übung beginnen, erreicht Steves auf der Brücke die Nachricht von schwerem Wassereinbruch im ganzen Schiff.
Nach einigen Minuten und mit zunehmender Schlagseite des Schiffes wird ihm klar, dass er den Untergang nicht mehr verhindern kann. Wutschnaubend nimmt er mit seinen Soldaten an der „Rettungsübung” teil.

An Bord der „Gimsby” teilt ihm Muiesan den Kriegseintritt Italiens mit und dass er den Befehl zur Selbstversenkung gegeben hatte.
Er geht daraufhin mit seiner Besatzung noch vor dem Kriegsausbruch in Kriegsgefangenschaft nach Indien.

Trotz der gefährlichen Lage in der Hafeneinfahrt von Port Sudan wird die „Umbria” nicht geborgen. Um das Wrack mit seinen zum Teil noch aus dem Wasser ragenden Davits wird eine Verbotszone ausgesprochen und anschliessend sich selbst überlassen.

Neun Jahre nach ihrem Untergang erweckt die „Umbria” das Interesse des damals 30 Jahre alten Hans Hass. Seine Kontakte zum Gouverneur von Port Sudan ermöglichen es ihm schließlich, an der „Umbria” zu tauchen.
Sein Foto- und Filmmaterial trug erheblich zum Mythos des Wracks bei.
Inzwischen zählt die „Umbria” zu den bekanntesten Wracks im Roten Meer.

In Sichtweite vor Port Sudan gelegen bildet sie zumeist den Auftakt oder das Ende einer Tauchsafari. Auch wenn die Sammelwut so mancher Taucher hier ihre Spuren hinterlassen hat, hat die alte Dame mit der explosiven Fracht nichts von ihrem Scharm verloren. Die Untergangsstelle lässt sich problemlos an den vier Davits, die auf der Steuerbordseite aus dem Wasser ragen, erkennen. Der sedimentreiche Untergrund, die unmittelbare Lage zur Hafeneinfahrt sowie die geringen Strömungen tragen häufig zu einer verminderten Sicht bei.

Das Wrack liegt 75° zur Backbordseite geneigt. An den intakten Bug schliessen sich die drei vorderen Laderäume an. Mittschiffs finden sich die Mannschaftsquartiere sowie die Brücke. Zum Heck folgen zwei weitere Laderäume sowie das Achterdeck. Sowohl die Laderäume als auch die Mittschiffsaufbauten lassen sich bequem erkunden.

Aufgrund der extremen Schräglage sowie der gefährlichen Ladung ist jedoch äusserste Vorsicht beim Anfassen von Gegenständen geboten. Nähert man sich dem Bug der „Umbria” aus dem freien Wasser, so zeichnet sich der steil aufragende Bug Steven mit dem Flaggstock mystisch im grünlichen Wasser ab.

Die beiden Ankerketten verlaufen zum Grund, die „Umbria” lag ja vor Anker als sie versank. Die Ankerwinsch und die Reling sind mit Korallen überzogen.

Die Deckbeplankung ist zum Teil noch in einem erstaunlich guten Zustand. Die kleinen Ladeluken sind ein Hinweis auf das Alter des Schiffs. Im ersten Laderaum, dessen Zugang sich auf dem Vordeck befindet, lagern neben der allgegenwärtigen Munition Holzkisten, elektrisches Material sowie Flugzeugreifen. Im zweiten, etwas grösseren Laderaum finden sich Bomben, Granaten sowie Stielhandgranaten. Die von den Sprengkörpern getrennt aufbewahrten Zünder liegen nahezu in jedem Laderaum verteilt herum. Der dritte Laderaum zählt zu den am meisten besuchten.
Neben Zementsäcken und anderem Baumaterial finden sich hier Weinflaschen und Marmeladengläser.

Durch einen schmalen Durchlass back- bzw. steuerbords gelangt man in der ersten Ladeebene in den Mittschiffsbereich, wo drei Fahrzeuge stehen.

Die Fiat 1100 Lunga wurden speziell für den Geländeeinsatz in den italienischen Kolonien konzipiert. Leider hinterliessen bereits etliche Taucher an den Fahrzeugen ihre Spuren. Das feine Sediment lässt bereits nach kurzer Zeit die Sicht auf null sinken, so dass nach Möglichkeit dieser Schiffsteil mit kleinen Gruppen in grösseren Abständen besucht werden sollte. Der Mittschiffabschnitt mit der Brücke und seinen Aufbauten kann problemlos auch schnorchelnd erkundet werden. Steuerbords ragen 4 leere Davits aus dem Wasser. Auf dieser Seite liegt auch ein einzelner Baderaum mit WC, Badewanne und einem aus Emaille bestehenden Waschbecken.

In den gewaltigen Maschinenraum gelangt man entweder über eines der geöffneten Oberlichter hinter dem Schornstein oder durch die von achtern zugängliche Werkstatt. Der mehrstöckige Raum ist in den oberen Abschnitten leicht zu betauchen, die unteren bleiben erfahrenen Tauchern vorbehalten.

Laufroste grenzen die zahlreichen Aggregate ein. Auf dem Meeresboden zur Backbordseite der Aufbauten hin liegen Windhutzen, Ladebäume, der abgebrochene Schornstein sowie ein Rettungsboot. In Richtung des Hecks schliessen sich zwei weitere Laderäume an. Sie werden zum Teil von den umgestürzten Ladebäumen überspannt. Wie auch in den vorderen Laderäumen finden sich hier Munition, Baumaterial und diverses Kriegsgerät. Die einstöckigen Aufbauten zwischen dem vierten und fünften Laderaum beherbergen die Kombüse sowie einige Vorratsräume. Am Heck fehlt inzwischen die Beplankung. Die roten Weichkorallen an der Reling sowie den Deckverstrebungen sorgen für die nötige Farbe. Gut lässt sich die Ruderanlage und die freiliegende Steuerkette erkennen. Unterhalb der Reling imponieren das gewaltige Ruderblatt sowie die Steuerbordschraube. Die Backbordschraube ist im Boden versunken. Unter dem Ruderblatt findet sich eine riesige künstliche Höhle, die nur durch zwei Ausgänge verlassen werden kann. Das Dämmerlicht trägt zu einer mystischen Stimmung bei.

Originalbilder der Umbria

 

Seil Ada Skizze K

6 Meilen südöstlich von Shaab Ambar liegt, umgeben von einem Riff, eine hübsche kleine Sandinsel, Seil Ada

An der nördlichen Spitze fällt das Riff auf ein Plateau in 20 – 25 Meter ab – es ist übervoll mit ständig hier lebenden Fischen.
Das Gebiet wird auch von verschiedenen Arten von Riffhaien bewohnt.

Auf dieser Insel schafft der pulverweisse Sand einen perfekten Boden für verschiedene Arten von Schildkröten. Zur richtigen Jahreszeit kann man hier die Schildkröten beobachten wie sie langsam aus dem Meer kriechen um ihre Eier abzulegen. An diesem Tauchplatz sind Schildkröten fast immer garantiert.

Originalbilder Seil Ada Kebir

Towartit Reef Skizze K

5 Seemeilen südlich von Port Sudan schmiegt sich das Towartit Reef dicht an die Festlandküste. Es handelt sich hierbei im Grunde um eine Riffgruppe, die aus einer grossen Anzahl von kleinen Einzelriffen besteht.

Das Towartit Reef ist in Nord-Süd-Richtung 18 Seemeilen lang und weist in West-Ost-Richtung eine Breite von 9 Seemeilen auf. Über das Areal existieren keine genauen See­karten und ein Teil der Riffgruppe wurde noch nicht kartografiert. Auch aus diesem Grund ist es zum Friedhof für zahlreiche Schiffe geworden. Wrack-Enthusiasten kommen hier voll auf ihre Kosten.

Auf mehreren Riffen des Nord­ens befinden sich Seezeichen, um die Schiffe auf dem Weg nach Port Sudan vor Untiefen zu warnen. Ein Tauchplatz liegt etwas südlich des nördlichsten Seezeichens.

Abgeschirmt von einem lang gezogenen Riff im Osten und zwei kleinen Riffen im Westen und Süden kann dort vor Anker gegangen werden.

Im Innenbereich senkt sich der Meeresboden auf 9 bis 22 Meter Tiefe. Auf der Aussenseite nahe der Nordspitze fällt der Grund steil bis auf 80 Meter ab.

Shaab Rumi Skizze1

Shaab Rumi Skizze K

Shaab Rumi South TG

Der Name dieses Saumriffs bedeutet übersetzt „Riff der Römer”.

Es liegt auf der Höhe von Marsa Daror, 9 Seemeilen vor der Festlandküste. 1,2 Seemeilen lang und 0,5 Seemeilen breit bildet es an seinem Südende eine lang gezogene Riffzunge aus.

Bekannt wurde Shaab Rumi durch Jacques-Yves Cousteau und seine legendäre Precontinent II. Mit der Unterwasserstation erforschten er und sein Team 1963 das Leben im Meer. Der Film, den er dabei drehte, faszinierte Millionen von Menschen auf der ganzen Welt. Die Überreste der Station liegen auf der Westseite des Riffs. Um an diesem Platz zu tauchen wird entweder direkt bei der Forschungsstation geankert, oder man wählt den geschützten Ankerplatz in der Lagune. Er dient auch als nächtlicher Liegeplatz. Die große Lagune hat auf der Westseite zwei sehr schmale Zufahrten und gibt dem Riff eine für das Rote Meer untypische Gestalt. In der Mitte erreicht sie eine Tiefe von über 40 Metern. An ihren Zufahrten können erlebnisreiche Nachttauchgänge durchgeführt werden.

Cousteau hatte dieses Riff für seine Forschung ausgesucht, da es einen Artenreichtum an Unterwasserfauna und -flora zu finden gibt, wie kaum an einem anderen Platz im Roten Meer. Vor allem das Südplateau zählt zu den Tauchplätzen, die ein „Muss” für alle Sudanbesucher darstellen. Die senkrechten Aussenwände verlieren sich im tiefen Blau und bilden den Übergang zum Reich der Grossfische. Da Shaab Rumi wie eine Nadel aus der Tiefe des Roten Meeres hervor stösst, ist häufig mit Strömung zu rechnen. Sie sorgt aber für die Begegnungen mit verschiedenen Haienarten.

 

Das Südplateau

Einen der schönsten Tauchplätze des Sudans, manche sagen des gesamten Roten Meeres, stellt dieses Plateau dar. Es herrscht eine Farb- und Artenvielfalt, die einen Tauchgang zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen. Die Riffwand ist auf den oberen 15 bis 20 Metern stark zerklüftet und bildet zahlreiche Höhlen und Spalten aus. Darunter schliesst sich das zungenförmige Plateau an, das bis auf 30 Meter absinkt. Parallel zu seinem Ansatz befindet sich ein kleiner Kanal. Die mit zahlreichen Hartkorallen bewachsene Aussenseite fällt steil in die Tiefe ab. In 55 Metern Tiefe schmiegt sich ein schmaler Schräghang an das Südende. An diesem langen Ausläufer in das Freiwasser ziehen die Big Boys vorbei.

Die Südwestspitze bildet eine Attraktion dieses Platzes: Im Freiwasser patrouilliert häufig eine Schule von Bogenstirn-Hammerhaien. Taucht man ein wenig ins Blaue hinaus, können mit etwas Glück diese zurückhaltenden Meeresbewohner beobachtet werden. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass nicht hektisch auf sie zugeschwommen wird, weil die scheuen Jäger sonst schnell wieder in den Tiefen des offenen Meeres verschwinden. Doch Vorsicht: Die Strömung kann den Taucher sehr schnell ins Freiwasser ziehen, ohne dass er die Chance hat, das Riff wieder aus eigener Kraft zu erreichen.

Nach einem Ausflug zur Südspitze kann anschließend das Plateau in seiner gesamten Pracht erkundet werden. In der Mitte steht ein pilzartiger, wunderschön bewachsener Korallenblock. Der Grund ist mit Gorgonien, Leder- und Steinkorallen bedeckt, auf denen Drachenköpfe auf vorbei schwimmende Beute lauern.

Am Südostende sind zahlreiche Peitschenkorallen zu bewundern, zwischen denen Juwelen-Fahnenbarsche umher huschen. Über diesen zieht ein grosser Schwarm Barakudas seine Kreise.

Am östlichen Plateauansatz liegt ein alter Haikäfig, der zum Projekt Precontinent II gehört. Daneben steht eine Gedenktafel, die an einen 1993 tödlich verunglückten österreichischen Taucher erinnert. Einen sehr zutraulichen Schwarm von Süsslippen lässt diesen Shot zu einem Traum für jeden Unterwasserfotografen werden. Mit geübtem Blick und etwas Glück entdeckt man auch einen Steinfisch, der gut getarnt auf Beute lauert. Im Flachbereich kann es zu Begegnungen mit Grauen Riffhaien kommen, die zusammen mit Weissspitzen-Riffhaien über das Plateau ziehen. Manchmal statten auch Delphine dem Riff einen Besuch ab. Leider begrenzt der viel zu schnell verbrauchte Luftvorrat jeden Tauchgang.

 

Die Ostseite

Bei der zeitweise auftretenden Strömung können an dieser Seite schöne Drifttauchgänge durchgeführt werden. Die Riffwand fällt steil in das tiefe Blau ab. Am südlichen Ende der Ostseite findet der Taucher ab 20 Meter einen schmalen Schräghang. In 30 bzw. 60 Meter Tiefe schmiegen sich kleine stufenartige Vorsprünge in den Abhang. Die gesamte Wand ist wunderschön bewachsen und riesige Gorgonien strecken ihre Fächer in die Strömung. Juwelen-Fahnenbarsche und Falterfische stehen dicht am Riff. Schwärme von Kupfer-Schnappern und Stachelmakrelen ziehen an der Wand entlang. Vor allem in den Morgenstunden steigen pelagische Grossfische aus der Tiefe empor. Bei einem Tauchgang können, neben verschiedenen Haiarten, gelegentlich auch Mantas angetroffen werden. Am Südende, im Bereich des Plateauansatzes, kann im Flachbereich eine kleine Ansammlung von Anemonen bewundert werden. Aufgrund des attraktiven Südplateaus werden Tauchgänge an der Ostseite selten unternommen.

 

Das Nordplateau

Die häufig auftretende Nordströmung sorgt auf dem dreistufigen Plateau für einen schönen Stein- und Weichkorallen-Bewuchs. Der erste Absatz befindet sich im Flachwasser bei 3 bis 4 Metern Wassertiefe. Zahlreiche Doktor- und verschiedene Falterfische bevölkern das spärlich bewachsene Riffdach. Bis in eine Tiefe von 12 Metern schliesst sich ein Schräghang an, der stellenweise mit Kolonien weisser und blauer Geweihkorallen besiedelt ist. Am Fusse dieses Hanges schliesst sich die zweite Plateaustufe an. Sie senkt sich stetig bis 30 Meter und ist mit zahlreichen Weichkorallen bewachsen. Der Fischreichtum ist auf dem Plateau nicht so gross wie an der Steilwand, an der zahlreiche Fische und andere Riffbewohner die Korallen mit quirligem Leben erfüllen. Unterhalb eines Abhanges beginnt in ungefähr 60 Metern Tiefe die dritte Stufe, auf deren Nordende ein grösserer Korallenhügel steht. Im Kanal zwischen Hügel und Abhang zeichnen sich manchmal Silhouetten von Hammerhaien ab. Vor allem in der Zeit vom Spätsommer bis zum Herbst ziehen sie häufig jenseits der für den Sporttaucher erreichbaren Grenzen ihre Bahnen. Auf der Ostseite schwimmen im flacheren Bereich Schwarmfische, wie zum Beispiel Stachelmakrelen, Kupfer-Schnapper und Rotmeer-Füsiliere am Riff entlang.

Shaab Rumi Precontinent paint          shaab-rumi-sud

Originalbilder Shaab Rumi

 

 

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